Monday, November 10, 2014

Senja Post: Manche Befunde kommen nicht so leicht zur Sprache

Menschen benötigen ungehinderten Zugang zu Informationen, um sich begründete Meinungen bilden zu können. Dies setzt auch voraus, dass Experten ihr Wissen ergebnisoffen weitergeben. Eine Repräsentativbefragung deutet darauf hin, dass das bei den deutschen Klimaforschern nur begrenzt der Fall ist. Bemerkenswert viele Klimaforscher haben Bedenken, ein Forschungsergebnis an die Medien zu geben, abhängig davon ob es auf ein schnelles oder langsames Fortschreiten des Klimawandels schließen lässt. Ihre Bedenken sind schwächer, wenn ein Ergebnis auf ein schnelles Fortschreiten hindeutet, sie sind stärker, wenn ein Ergebnis auf ein langsames Fortschreiten hindeutet. Kontaktiert wurden für diese Befragung alle Professoren aus naturwissenschaftlichen Disziplinen, die das Klima erforschen und deren Forschungen von anderen Klimaforschern zur Kenntnis genommen werden. Dies schließt Weltraumphysiker ein, die die Auswirkungen kosmischer Partikel auf atmosphärische Prozesse untersuchen. Es schließt jedoch Ökonomen aus, die sich mit den wirtschaftlichen Folgen des Klimawandels beschäftigen. Die Klimaforscher wurden in umfangreichen Vorstudien identifiziert. Im Winter 2010 nahmen 123 von 292 mehrstufig ermittelten Klimaforschern (42 %) an der Befragung teil.

Saturday, November 8, 2014

We know the equations: the rabbit and the duck



  “.. those subjects who tested highest on measures like “cognitive reflection” and scientific literacy were also most likely to display what he calls “ideologically motivated cognition.”

You will not regret to spend some time of this weekend in November reading and listening to these two suggestions..

Georg Krücken: Alter Wein in neuen Schläuchen?

Georg Krücken, Universität Kassel, schreibt:

Durch eine Nachricht in der Süddeutschen Zeitung vom 30.10.2014 wurde ich auf den Aufsatz von M. Jacob, J. Steckel, S. Klasen, J. Lay, O. Edenhofer, N. Grunewald, S. Renner und I. Martinez-Zarzoso zu „Feasible Mitigation Options in Developing Countries“ in der Zeitschrift „Nature Climate Change“ aufmerksam gemacht. Ich selbst bin Soziologe mit dem wissenschaftlichen Schwerpunkt auf der Erforschung des Verhältnisses von Hochschule und Gesellschaft. Mein Spezialgebiet in Forschung und Lehre ist also die sozialwissenschaftliche Hochschulforschung. Die sozialwissenschaftliche Klimaforschung verfolgte ich früher intensiver, seit einigen Jahren allenfalls am Rande. Mein Beitrag stellt deshalb eine Außenperspektive dar.

Monday, October 20, 2014

ExtremWetterKongress in Hamburg, 6. - 10. Oktober

Bericht vom 1. Tag des Extremwetterkongresses in der HafenCityUniversität (6.10.2014)

Blick von der Terrasse der HafenCityUniversität

Schwere Unwetter und Rekordtemperaturen in Deutschland: Auf dem Extremwetterkongress 2014 mit dem Thema „Wetter, Wasser, Waterkant“ diskutieren Experten und Wissenschaftler „die jüngsten Ereignisse“ und ordnen diese in größere Zusammenhänge ein, so die Veranstalter. Die größeren Zusammenhänge, das ist ganz offensichtlich der Klimawandel. Dieser steht am ersten Tag denn auch auf der Pressekonferenz am Morgen und in den Keynotes am Nachmittag im vollbesetzten Hörsaal der HafenCityUniversität im Mittelpunkt. 

Sunday, October 19, 2014

"Wissenschaft trifft Kunst ": Ein Bericht aus der HfbK

Einige Eindrücke von der Begehung der Ausstellung und vom  Symposium am 16. Oktober in der Hochschule für bildende Künste:

Morgens fand eine gemeinsame Begehung der Ausstellung statt: die KünstlerInnen zeigten ihre Werke „ihren“ WissenschaftlerInnen, bei und mit denen sie gearbeitet hatten. Laura Reichwald und Katja Lell führten jeweils Filme vor, in denen Parallelen zwischen der Erforschung der geologischen Schicht (Vulkan Ätna bzw. Labor der Bodenkunde) und der des menschlichen Körpers gezogen wurden. Jessica Leinen verwandelte Rechenfehler, die in der theoretischen Meteorologie vorkommen, zurück in – ebenfalls fehlerhafte – „real“ gezeichnete Meereswellen. Philip Prinz und Hagen Schümann „erfanden“ eigene wissenschaftliche Verfahren um daraus weiße Flecken auf verbranntem Backpapier (Prinz) bzw. gescannte und gedruckte Flächen aus hunderten von zerknüllten und lackierten Papieren (Schümann) herzustellen. Reto Buser ließ vor einer Fensterscheibe auf einer speziell präparierten Fläche in einer Simulation Tautropfen entstehen, und Alice Peragine lieferte in Ausschnitten eine VJ-Performance, eine live kreierte Sound- und Videoscape des Klimarechenzentrums und der Datengewinnung. Die WissenschaftlerInnen bekamen so in den Räumen der HfbK ihre eigene Welt aus völlig unerwarteten Blickwinkeln vielfach gebrochen zurückgespiegelt. Es entwickelten sich Dialoge geprägt von großer Neugier und gegenseitiger Achtung, über Disziplin- und andere Grenzen hinweg.

Wednesday, October 15, 2014

Tom Crowley - interview

In February 2014, we (Heinz Wanner, Gabi Hegerl and myself) did the last interview with the late formidable Tom Crowley. It has now been published in the Newsletter "Dust" of PAGES (No. 22, 1145-115)

His web-page at U Edinburgh is still running; we will try to transfer it to another provider to make sure that it can be read also in future.

Tuesday, October 14, 2014

"Kunst trifft Wissenschaft" in der HFBK in Hamburg, 16. Oktober

Wissenschaft trifft Kunst

Abschlusspräsentation des Kooperationsprojekts zwischen Künstler/innen der HFBK und Klimaforscher/innen des Exzellenzclusters CliSAP:
Symposium mit Beiträgen von Friedrich von Borries | Frauke Feser | Dirk C. Fleck | Sacha Kagan | Vera Tollmann | Simone Rödder | Hans von Storch u.a.
16. Oktober 2014 | 14 bis 19 Uhr
HFBK Hamburg, Lechenfeld 2, Hörsaal (Raum 229)

Ausstellung mit Arbeiten von Reto Buser | Jessica Leinen | Katja Lell | Alice Peragine | Philip Prinz | Laura Reichwald | Hagen Schümann
9. – 16. Oktober 2014 | 14 – 19 Uhr
Eröffnung | 8. Oktober 2014 | 19 Uhr
Finissage | 16. Oktober 2014 | 19 Uhr
Galerie der HFBK Hamburg, Lerchenfeld 2, 2. Stock

Thursday, October 9, 2014

input needed - synergies of climate science and art

In the center of Excellence CliSAP at Hamburg University, a program embedding artists in the scientific process has been initiated, and I have been asked to comment on the potential of such an effort. Are there Klimazwiebel readers who have some suggestions for this topic? I have my own ideas, but I wonder what others have thought about this.

Hans von Storch

Wednesday, October 8, 2014

Climate Change Challenges and Problems - Introductory statement of Hans von Storch

At the EMS2014 conference in Prague, a public discussion event "Climate Change:
reality without myths
" was organized, with Daniela Jacob, Rasmus Benestad and Hans von Storch. The discussant were asked to address different issues, and I was asked to deal with "Climate Change Challenges and Problems". The audience was made up of participants of the conference and by interested citizens of Prague. The evolving discussion was not too lively, and I perceived the question as either of a more traditional skeptic type (by a geologists, who demanded a greater say of his discipline), and of a activist type by younger (presumably) scientists - thus a discussion which could have taken place in much the same way 15 years ago.

Thursday, September 18, 2014

Sirens for New York


Just in time for the UN Global Climate Summit in New York two big beasts in the climate debate have addressed the media. Nicolas Stern is a leading voice of a new report and Naomi Klein has a new book out. Both have been featured in the Guardian by journalists largely sympathetic to them. Fiona Harvey covered Stern, Suzanne Goldenberg Naomi Klein.